Johanniter Hausnotruf: Die verschiedenen Geräte im Überblick
Wenn es um Sicherheit in den eigenen vier Wänden geht, bietet der Johanniter Hausnotruf eine durchdachte Palette an Geräten. Von einfachen Basisstationen bis hin zu modernen mobilen Lösungen – die Auswahl ist umfangreich, aber nicht unübersichtlich. Dieser Artikel klärt, welche Gerätevarianten es gibt, wie sie sich unterscheiden und welches Modell am besten zu Ihren Bedürfnissen passt.
Welche Basisstationen bietet der Johanniter Hausnotruf an?
Die Basisstation ist das Herz jedes Hausnotrufsystems. Bei den Johannitern gibt es zwei Hauptvarianten:
- Kompaktstation (Modell 3000–5000): Ein klassisches Tischgerät mit Freisprechfunktion, Notruftaste und integrierter Telefonleitung. Es ist für Senioren konzipiert, die überwiegend zu Hause sind. Die Reichweite des Funknotrufknopfs beträgt etwa 50 Meter im Gebäude, in offenen Bereichen bis zu 200 Meter.
- Mobile Basisstation (Modell 6000): Ein flaches, tragbares Gerät mit integriertem GSM-Modul. Es eignet sich für Menschen, die oft zwischen Wohnung und Garten oder auch in die Stadt wechseln. Dank eines Akkus kann es bis zu 24 Stunden ohne Netzbetrieb auskommen.
Beide Stationen verfügen über eine automatische Verbindung zur rund um die Uhr besetzten Notrufzentrale der Johanniter. Die Garantie beträgt in der Regel 24 Monate, die Lebensdauer liegt bei 5 bis 8 Jahren.
Welche Notrufknöpfe und Trageoptionen gibt es?
Der Notrufknopf ist der direkte Draht zur Hilfe. Hier bieten die Johanniter mehrere Varianten:
- Funkfinger: Ein wasserdichter, etwa 40 Gramm schwerer Knopf am Schlüsselband. Ideal für den täglichen Gebrauch, auch in Bad und Dusche. Die Batterie hält etwa 18 Monate.
- Notrufuhr (Smartwatch-ähnlich): Ein Armband mit integriertem Sender. Sie sieht aus wie eine klassische Armbanduhr und hat einen verdeckten Notrufbutton. Besonders geeignet für Menschen, die den Knopf nicht verlieren wollen. Die Akkulaufzeit beträgt etwa 7 Tage.
- Notrufarmband: Ein robustes Klettarmband mit großem, leichtgängigem Knopf. Perfekt für Personen mit eingeschränkter Feinmotorik. Es ist wasserdicht und unauffällig.
Zusätzlich gibt es auch einen separaten Artikel über Funkfinger, Uhr und Armband, der die Details dieser Accessoires vertieft.
Wie unterscheiden sich die Hausnotruf-Geräte in der Sturzerkennung?
Die Sturzerkennung ist ein optionales Feature, das bei den modernen Johanniter-Geräten verfügbar ist. Es gibt zwei Ansätze:
- Integrierter Sturzsensor (in der Notrufuhr oder im mobilen Sender): Ein Beschleunigungssensor erkennt den Aufprall und die veränderte Körperhaltung. Er sendet automatisch einen Alarm an die Zentrale, auch wenn der Betroffene nicht mehr drücken kann. Die Genauigkeit liegt Studien zufolge bei etwa 85–90 %, je nach Sturzart.
- Externer Sturzsensor (an der Basisstation): Ein kleiner Sender, der am Gürtel getragen wird. Er ist speziell für ältere Menschen entwickelt, die keine Uhr tragen möchten. Die Empfindlichkeit lässt sich über die Zentrale anpassen.
Die Sturzerkennung funktioniert zuverlässig bei Stürzen aus dem Stehen oder Gehen. Bei langsamen Gleitvorgängen (etwa am Stuhl) kann sie manchmal auslösen. Ein ausführlicher Bericht zur Sturzerkennung und den Sensoren klärt weitere Details.

Welche technischen Unterschiede haben die Basisstationen im Detail?
Die beiden Hauptmodelle unterscheiden sich nicht nur in der Größe, sondern auch in der Konnektivität. Hier eine detaillierte Tabelle:
| Eigenschaft | Kompaktstation (Modell 3000-5000) | Mobile Basisstation (Modell 6000) |
|---|---|---|
| Anschluss | Festnetz (analog oder ISDN) | GSM-Mobilfunk (SIM-Karte inklusive) |
| Gewicht | ca. 350 g | ca. 220 g |
| Abmessungen | 18 x 14 x 5 cm | 12 x 8 x 2,5 cm |
| Akkulaufzeit | kein Akku (nur Netzbetrieb) | ca. 24 Stunden (Notfallreserve) |
| Reichweite Funkknopf | bis zu 200 m (Freifeld) | bis zu 200 m (Freifeld) |
| Wasserschutz | nicht wasserdicht | Spritzwasserschutz (IPX4) |
| Zusatzfunktionen | Freisprecheinrichtung, Statusmeldung | GPS-Ortung, automatische Netzumschaltung |
| Preis (nur Gerät) | ca. 150–200 € (einmalig) | ca. 250–300 € (einmalig) |
Beide Stationen werden in der Regel gemietet, der Kaufpreis ist eher selten. Ein detaillierter Überblick über die Tarife und Kosten 2024 hilft bei der Entscheidung.
Was ist bei der Installation der Geräte zu beachten?
Die Installation der Johanniter Hausnotrufgeräte ist bewusst einfach gehalten. Dennoch gibt es einige praktische Aspekte:
- Standort der Basisstation: Sie sollte in zentraler Wohnlage stehen, möglichst in der Nähe eines Festnetzanschlusses (bei Kompaktstation) oder einer Steckdose für das Ladegerät. Eine Höhe von etwa 1,20 Metern über dem Boden ist ideal, damit die Station gut zu hören ist.
- Reichweite testen: Nach dem Einrichten sollte der Nutzer den Funkknopf in allen Räumen (auch im Keller oder Garten) testen, um sicherzustellen, dass die Verbindung zur Zentrale stabil ist.
- Montage der Sturzsensoren: Der externe Sturzsensor wird am Gürtel oder Hosenbund getragen. Die Kontaktfläche sollte eng anliegen, aber nicht drücken.
Falls Sie ein schrittweises Vorgehen bevorzugen, finden Sie im Installationsleitfaden Schritt für Schritt alle Details.
Welche Besonderheiten haben die Johanniter-Geräte im Alltag?
Die Nutzer berichten von einigen praktischen Beobachtungen:
- Batterielaufzeit des Funkknopfes: Der Funkknopf hält im Durchschnitt 15–18 Monate. Einige Nutzer wechseln die Batterie vorsorglich einmal im Jahr. Es gibt eine automatische Statusmeldung an die Zentrale, wenn die Batterie schwach wird.
- Lautstärke der Gegensprechanlage: Die Basisstationen haben einen Lautsprecher mit 80 dB, was für normale Wohnräume ausreicht. In Küchen mit lauten Geräten kann es manchmal nötig sein, die Lautstärke über die Zentrale anpassen zu lassen.
- Wasserschutz der Armbanduhr: Die Notrufahren sind für Spritzwasser und kurzes Untertauchen (etwa beim Händewaschen) ausgelegt, aber nicht für längeres Baden oder Schwimmen. Ein Nutzer berichtete, dass die Uhr nach einem Sturz ins Waschbecken noch funktionierte.

Was sagen Nutzer zu den Geräten?
Die Erfahrungen mit den Johanniter Hausnotrufgeräten sind überwiegend positiv. Zwei typische Stimmen:
- Herr Müller (78 Jahre): „Ich habe die Kompaktstation seit zwei Jahren. Die Installation war kinderleicht, der Notrufknopf liegt gut in der Hand. Einmal bin ich im Bad gestürzt – der Knopf war sofort ausgelöst, und die Zentrale hat nach 20 Sekunden gefragt, ob alles in Ordnung ist. Das beruhigt mich sehr.“
- Frau Schmidt (82 Jahre): „Ich trage die Notrufuhr seit einem halben Jahr. Sie sieht aus wie eine normale Uhr, und ich vergesse sie oft. Einmal hat der Sturzsensor ausgelöst, als ich auf dem Teppich gestolpert bin – die Zentrale hat sofort zurückgerufen. Die Reichweite in meinem Einfamilienhaus ist top, auch im Garten funktioniert sie.“
Ein detaillierterer Erfahrungsbericht findet sich im Vorteile- und Nachteile-Artikel sowie im Testbericht 2024.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Gerätevarianten gibt es beim Johanniter Hausnotruf?
Es gibt zwei Hauptvarianten: die Kompaktstation (Festnetz) und die mobile Basisstation mit GSM. Beide werden mit einem Funknotrufknopf geliefert. Optional gibt es eine Notrufuhr (Armband) oder einen externen Sturzsensor.
Wie lange hält die Batterie des Funknotrufknopfes?
Der Funkknopf hat eine Batterielaufzeit von etwa 15 bis 18 Monaten. Eine automatische Statusmeldung an die Zentrale gibt Bescheid, wenn die Batterie schwach wird. Der Austausch erfolgt dann kostenlos durch die Johanniter.
Ist die Notrufuhr wasserdicht?
Die Notrufuhr ist spritzwassergeschützt und hält kurzzeitigem Untertauchen (etwa beim Händewaschen) stand. Sie ist nicht für längeres Baden, Duschen oder Schwimmen geeignet. Für die Dusche empfiehlt sich der separate Funkfinger, der voll wasserdicht ist.
Kann ich die Geräte selbst installieren?
Ja, die Installation ist einfach. Die Basisstation wird an den Telefonanschluss (Kompaktstation) oder die Steckdose (Mobilgerät) angeschlossen, und der Funkknopf wird getragen. Die Johanniter bieten telefonische Unterstützung an, und ein Techniker kann gegen Aufpreis kommen.
Funktioniert der Hausnotruf auch bei Stromausfall?
Die Kompaktstation arbeitet nur mit Netzstrom. Ein optionaler Batterie-Ersatz (für ca. 50 €) ist für die Basisstation erhältlich. Die mobile Basisstation hat einen Akku, der etwa 24 Stunden überbrückt. Der Funkknopf selbst funktioniert batteriebetrieben und ist unabhängig vom Stromnetz.
Was kostet die Miete für die Geräte?
Die monatlichen Kosten variieren: Die Kompaktstation kostet etwa 25–35 € pro Monat, die mobile Basisstation etwa 30–40 € pro Monat (inklusive Notrufknopf und Zentrale). Die Sturzerkennung kostet einen Aufpreis von ca. 5 € pro Monat. Kaufoptionen sind selten und liegen bei 150–300 € einmalig.


