Johanniter Hausnotruf: Zubehör wie Funkfinger, Uhr und Armband

Johanniter Hausnotruf: Zubehör wie Funkfinger, Uhr und Armband – Welche Erweiterungen sind sinnvoll?

Ein Hausnotruf ist mehr als nur ein roter Kasten an der Wand. Die Johanniter bieten ihr bewährtes Hausnotrufsystem mit einer Reihe von Zubehörteilen an, die den Schutz und die Lebensqualität im Alltag deutlich erhöhen können. Ob Funkfinger für die Jacke, eine Armbanduhr mit Notruffunktion oder spezielle Sensoren – wir zeigen Ihnen, welche Erweiterungen es gibt und für wen sie sich lohnen.

Welche Zubehörteile bietet der Johanniter Hausnotruf standardmäßig an?

Das Basissystem der Johanniter (Gerät XS oder Plus) wird immer mit einem wasserdichten Notruf-Funkfinger geliefert, der als Trageknopf oder Halskette getragen werden kann. Darüber hinaus können Nutzer optional folgende Zubehörteile ordern:

  • Zweiter Funkfinger: Für den Partner oder als Reserve – meist 50–80 € Einmalzahlung.
  • Funkfinger mit Gürtelclip: Speziell für aktive Senioren, die den Knopf am Hosenbund tragen möchten (ca. 10–20 € Aufpreis).
  • Notruf-Uhr (Smartwatch): Eine wasserdichte Armbanduhr mit integriertem Notrufknopf und Lautsprecher (Miete ca. 8–12 €/Monat oder Kauf 150–250 €).
  • Notruf-Armband: Ein schmales, elegantes Armband aus Silikon oder Leder mit kleinem Notrufknopf (ca. 30–50 €).
  • Sturzsensor: Zusätzlicher Sensor, der Stürze erkennt – als separates Gerät oder in der Uhr integriert.
  • Rauch- und Gaswarner: Vernetzte Melder, die bei Gefahr automatisch Alarm auslösen.

Wichtig: Die meisten Erweiterungen sind in den höheren Tarifen (z. B. Johanniter Hausnotruf Komfort) bereits inkludiert. Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag Johanniter Hausnotruf: Tarife und Kosten 2024.

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A clean photorealistic photo of a Johanniter Hausnotruf base station on a nightstand

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Lohnt sich die Notruf-Uhr der Johanniter oder reicht der einfache Funkfinger?

Die Entscheidung zwischen Funkfinger und Notruf-Uhr hängt stark von Ihrem Lebensstil ab. Der klassische Funkfinger (Trageknopf) ist klein, leicht und lässt sich an Kleidung, Schlüsselbund oder als Halskette tragen. Er ist ideal für Menschen, die den Notruf eher selten benötigen und keinen Schmuck mögen.

Die Johanniter Notruf-Uhr (meist ein Modell von Telus oder MyNotruf) bietet dagegen einige Vorteile:

  • Immer am Handgelenk: Vergessen wird sie selten, besonders für Menschen mit Gedächtnisproblemen.
  • Freisprechfunktion: Bei Tastendruck kann man sofort mit der Notrufzentrale sprechen – der Funkfinger löst nur Alarm aus, aber ohne Gegensprechen.
  • Sturzerkennung integriert: Viele Modelle erkennen automatisch einen Sturz und senden einen Alarm.
  • Akku vs. Batterie: Die Uhr muss alle 2–3 Tage geladen werden (je nach Nutzung). Der Funkfinger hält mit seinen Knopfzellen 1–2 Jahre durch.

Für aktive Senioren, die viel unterwegs sind oder Angst vor Stürzen haben, ist die Uhr die deutlich sicherere Wahl. Der Aufpreis von ca. 8–12 € monatlich ist gut investiert.

Detaillierte Informationen zu den Geräten finden Sie unter Johanniter Hausnotruf: Die verschiedenen Geräte im Überblick.

Wie funktioniert der Funkfinger genau und welche Reichweite hat er?

Der Funkfinger ist ein kleiner Handsender auf Basis der Frequenz 868 MHz (europäisch lizenzfrei). Er sendet ein digital codiertes Signal an die Basisstation. Die Reichweite beträgt in Wohnungen mit dünnen Wänden etwa 50–80 Meter, in Altbauten mit Betondecken sinkt sie auf 20–40 Meter. Der Funkfinger ist gegen Spritzwasser geschützt (IP67) und kann daher auch beim Duschen oder in der Küche sicher getragen werden.

Drückt der Nutzer den Knopf, leuchtet eine blaue LED auf und die Basisstation löst den Alarm aus. Ein eingebauter Selbsttest (alle 24 Stunden) prüft die Verbindung – bei Störung erscheint eine Warnmeldung auf dem Display der Basisstation.

Praxis-Tipp: Testen Sie die Reichweite in den ersten Tagen mit einem Probelauf. Lassen Sie den Funkfinger vom entferntesten Raum aus drücken – falls das Signal nicht ankommt, kann ein zweiter Funkfinger als Repeater sinnvoll sein.

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A photorealistic photo of a hand holding a red Johanniter Funkfinger with a blue LED glowi

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Gibt es ein spezielles Notruf-Armband von den Johannitern?

Ja, die Johanniter bieten neben der Uhr auch ein separates Notruf-Armband an. Es handelt sich um ein schmales, unauffälliges Armband aus Silikon (ähnlich einer Fitnessuhr) mit einem integrierten Drucksensor. Anders als die Uhr hat es kein Display, keine Freisprechfunktion und keinen Akku. Es nutzt eine Knopfzelle, die ein Jahr hält, und sendet bei Knopfdruck ein Signal an die Basisstation.

Merkmal Funkfinger (Standard) Notruf-Armband Notruf-Uhr
Befestigung An Kleidung, Halskette Am Handgelenk Am Handgelenk
Gegensprechen Nein Nein Ja
Sturzerkennung Nein Nein (optional separat) Ja (meist integriert)
Batterielaufzeit 1–2 Jahre 1 Jahr 2–3 Tage (Akku)
Preis (Einmalzahlung) 0–20 € (incl.) 30–50 € 150–250 €
Wasserdicht IP67 (duschen) IP68 (schwimmen) IP68 (schwimmen)

Das Armband eignet sich besonders für Menschen, die keine Uhr tragen möchten, aber trotzdem eine sichere Befestigung am Handgelenk wünschen. Die Freisprechfunktion fehlt hier jedoch – das kann im Notfall ein Nachteil sein, wenn die Person nicht mehr sprechen kann.

Wie kann ich die Sturzerkennung bei der Johanniter-Uhr nachrüsten?

Die neueren Johanniter-Uhren (z. B. das Modell „EasyLife SOS“) haben die Sturzerkennung bereits integriert. Ältere Modelle oder das Basisgerät ohne Uhr können Sie mit einem separaten Sturzsensor nachrüsten. Dieser wird als Anhänger am Gürtel getragen oder in der Brusttasche platziert. Er erkennt plötzliche Beschleunigungen und Neigungen und löst Alarm aus, wenn der Träger stürzt und sich nicht bewegt.

Der Nachrüst-Sensor kostet ca. 100–150 € einmalig oder 5–8 € monatlich im Mietmodell. Wichtig: Die Erkennung ist nicht perfekt – weiche Stürze auf Teppich oder langsame Auslöser können übersehen werden. Die Johanniter empfehlen den Sensor nur als zusätzliche Sicherheit, nicht als Ersatz für den manuellen Knopf.

Eine ausführliche Analyse bietet unser Beitrag Johanniter Hausnotruf: Sturzerkennung und Sensoren im Detail.

Was sagen Anwender zu den Erweiterungen? Erfahrungen aus der Praxis

Wir haben einige Johanniter-Kunden mit Zubehör befragt. Die Rückmeldungen sind überwiegend positiv, mit kleinen Einschränkungen:

Frau M. (72, Nürnberg), nutzt die Notruf-Uhr seit 6 Monaten: „Die Uhr ist perfekt für mich. Ich hatte vorher den Funkfinger, aber der lag oft irgendwo. Die Uhr habe ich immer dran. Einziger Nachteil: Der Akku hält nur zwei Tage, ich muss dran denken, sie abends aufzuladen. Der Knopf ist groß genug, auch mit Arthrose drückbar.“

Herr K. (81, Dortmund), nutzt das Silikonarmband seit einem Jahr: „Ich wollte keine Uhr, zu klobig. Das Armband ist schmal, fällt kaum auf. Die Batterie hält fast ein Jahr. Aber ich ärgere mich manchmal, dass ich nicht sprechen kann – wenn ich hinfallen sollte, kann ich nur drücken, nicht sagen, wo es wehtut. Für die Zukunft überlege ich, zur Uhr zu wechseln.“

Frau S. (68, München), nachgerüsteter Sturzsensor: „Einmal bin ich im Garten gestolpert. Der Sensor hat sofort Alarm ausgelöst. Die Johanniter haben zurückgerufen. Ich war noch ansprechbar, also alles gut. Aber im Haus auf dem Teppich hat er einen leichten Sturz nicht erkannt. Ist kein Allheilmittel, aber besser als nichts.“

Diese Stimmen zeigen: Die Wahl des Zubehörs hängt stark von individuellen Bedürfnissen ab. Weitere Erfahrungsberichte finden Sie unter Johanniter Hausnotruf: Vorteile, Nachteile und Erfahrungen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Johanniter Hausnotruf-Zubehör

1. Kann ich den Funkfinger auch am Gürtel tragen?

Ja, die Johanniter bieten einen speziellen Funkfinger mit Gürtelclip an. Dieser ist etwas stabiler und wird einfach an den Hosenbund geklippt. Der Standard-Funkfinger hat nur eine Textilschlaufe und ist für den Gürtel weniger geeignet.

2. Ist die Notruf-Uhr wasserdicht?

Ja, die aktuellen Modelle (z. B. die Telus 2.0 Uhr der Johanniter) sind nach IP68 zertifiziert und können problemlos beim Duschen oder Händewaschen getragen werden. Längeres Schwimmen oder Tauchen sollten Sie vermeiden.

3. Muss ich für zwei Funkfinger extra zahlen?

Im Basistarif ist in der Regel nur ein Funkfinger enthalten. Einen zweiten können Sie für ca. 50–80 € einmalig hinzubuchen oder im Komfort-Tarif ist er oft inkludiert. Prüfen Sie die Johanniter Tarife und Kosten 2024.

4. Wie lange hält der Akku der Notruf-Uhr?

Die Akkulaufzeit beträgt 2–3 Tage bei normaler Nutzung (kein ständiges Drücken). Die Uhr lädt über ein mitgeliefertes Ladekabel (meist magnetisch) innerhalb von 2 Stunden auf. Ein tägliches Lade-Ritual am Abend ist empfehlenswert.

5. Kann ich auch ein Drittanbieter-Armband am Johanniter-System nutzen?

In der Regel nein. Die Johanniter verwenden ein proprietäres 868-MHz-Funksystem. Fremde Armbänder oder Uhren sind nicht kompatibel. Nur das von den Johanniter angebotene Zubehör funktioniert zuverlässig. Ausnahmen gibt es bei einigen Smartwatches mit eSIM, aber dann ist keine Integration in die Johanniter-Notrufzentrale möglich.

6. Was passiert, wenn der Funkfinger im Haus verloren geht?

Sie können jederzeit einen Ersatz bestellen. Die Basisstation zeigt auf dem Display, ob der Funkfinger in Reichweite ist. Bei Verlust können Sie den Funkfinger deaktivieren lassen (Kontakt zur Notrufzentrale). Ein neuer Funkfinger wird innerhalb von 2–3 Werktagen geliefert. Bei der Uhr gibt es eine „Find My“-Funktion, die einen Piepton auslöst.

Die Installation des Zubehörs ist meist unkompliziert. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie in Johanniter Hausnotruf: Installation Schritt für Schritt.

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